Chapterawards 2025 / 2026
Welche Awards gibt es 2026 für Chapter und Mitglieder im Rahmen des Exzellenztages zu gewinnen?
Welche Awards gibt es 2026 für Chapter und Mitglieder im Rahmen des Exzellenztages zu gewinnen?
Auf den letzten Metern entscheidet sich, ob Du das Potenzial wirklich ausschöpfst.
Tipps, wie Du am meisten aus einem BNI Event mitnimmst.
Teams entstehen an gemeinsamen Zielen. Gemeinschaften daran, wie ein Team an die Ziele herangeht. Das sind zwei der zentralen Führungsleitsätze bei BNI.
Wir benötigen heute:
Ein Anschreiben für jeden Gast.
Ein neutrales Kuvert ohne Fenster ohne Logo.
Briefmarken für normale Briefe, meist in Rollen.
Optional: Chapterflyer mit allen Berufen im Team. Hier darauf achten, dass der Brief dann noch immer <20g hat, damit die richtige Frankierung verwendet wird.
Der Briefversand, so trivial er sein mag, ist ein großer Meilenstein im Erleben der Eventvorbereitung. Jeder einzelne, der hier Engagement zeigt, kann mit einer Veränderung seiner wahrgenommen Glaubwürdigkeit im Team rechnen. Aber auch wer kein Engagement zeigt, wird das erleben. Ich habe beim Briefversand bereits Menschen erlebt, die von der Randerscheinung im Team zum Gallionsfigur heranwuchsen und andere, die ihren Expertenstatus völlig verloren.
Wir können die Kompetenz anderer nicht erkennen. Ein Malermeister kann nicht sagen, ob ein Anwalt fachlich gut ist. Nur ein mindestens genauso guter Anwalt könnte das. Der Anwalt kann auch über den Maler auch nur in Bezug auf Mängel urteilen, aber ob die Arbeit “gut”, “sehr gut” oder “außergewöhnlich gut” ist, kann nur ein anderer Maler sagen.
Aber unser Unterbewusstes will Orientierung, will Klarheit, also urteilt es mit dem “Halo-Effekt”. Dieser Effekt beschreibt “Situationen, in denen wir Eigenschaften einer Sache oder Person auf andere Aspekte projizieren.” Auf gut Deutsch: wenn der angesehene Anwalt beim Einladen zum Besuchertag nur Ausreden findet, warum er gar niemanden einladen kann - so als hätte er keine Freunde oder Geschäftspartner - dann ist seine Glaubwürdigkeit brutal angekratzt.
Auf der anderen Seite: jeder aktive Netzwerker, also jemand, der über Gäste- und Vertreterliste verfügt, kann hier mit wenig Aufwand seine Glaubwürdigkeit nach innen wie nach außen steigern.
An so einigen Stellen ist BNI durchaus “old school”, also sehr traditionell, das beginnt bei der Meetingform, geht über die Visitenkarten eben bis zu der Art, wie wir Events vorbereiten. Das ist ein USP von BNI, der einen echten Unterschied macht. Beim Briefversand ist der Brief ganz konkret ein wahrer Aufmerksamkeitsturbo. Damit das klappt, gibt es ein paar Dinge zu beachten.
Es gibt verschiedene Briefvorlagen. Du kannst sie hier herunterladen und auf Deinen Event anpassen. Tatsächlich ist es weniger wichtig, welche Vorlage Du verwendest als DASS Du eine verwendest. Denn wann hast Du zuletzt einen echten Geschäftsbrief bekommen, der keine Formalität war, wie zB eine Rechnung?
Bei der Vorlage ist nur wichtig:
Es fehlt die Uhrzeit
Meist fehlt der Ort
Diese fehlenden Punkte sind wichtig, weil sie uns einen Inhalt für das erste Telefonat geben. Ohne dieser “Sollbruchstellen” wäre das Telefonat nur ein “Hast Du meinen Brief bekommen?” Was so sinnvoll ist, wie der Anruf, ob das Mail angekommen ist. Nämlich gar nicht.
Wir starten OHNE FRÜHSTÜCK mit sauberen Tischen. Auch wenn wir ein Arbeitsfrühstück sind, wollen wir weder Kaffeeflecken noch Semmelbrösel mit unseren Briefen mitschicken.
Es sitzen immer Gruppen von drei Personen zusammen.
Am Start wird das Flipchart ergänzt. Eine einfache Abfrage wie viele Briefe nun tatsächlich hier sind. Nicht selten kommen noch welche dazu, wenn man mal im Überlegen ist, wen man noch in seinem Netzwerk aktivieren will.
Die Dreierteams arbeiten nun wie folgt:
Im Team geht der Briefversand sehr schnell!
Person faltet den Brief und steckt ihn quer in ein neutrales Kuvert. Wir verwenden keine Kuverts mit Firmenlogo oder Fenster, um den Eindruck eines Werbemails zu vermeiden.
Person schreibt händisch die Empfängeradresse auf den Brief. Absender ist bei einfachen Briefen nicht nötig. Wir arbeiten nicht mit Etiketten, wieder um den Eindruck eines in Serie produzierten Werbebriefs zu vermeiden.
Person frankiert und verschließt den Brief.
Mit etwas Routine frankiert ein Chapter auf diese Weise über 400 Briefe in weniger als 10 Minuten.
Der Briefversand ist für sich keine aufregende, ja fast eine langweilige Sache, doch er ist ein echter Meilenstein. Beim Briefversand erleben wir einen wahres Feuerwerk der Glaubwürdigkeit im Chapter. Denn nicht nur hat jedes Mitglied hat hier Gelegenheit, sein äußeres Netzwerk, das Sekundärnetzwerk, zu aktivieren, es zeigt auch jeder sein Engagement und seine regionale Verwurzelung nach innen, ins Chapter hinein.
Die zentralen Leitsätze, was Teams bei BNI beflügelt - oder eben am Abheben hindert.
Profis gestalten ihr Netzwerk mit Struktur und Plan
Unsere 7 Grundwerte sind mehr als bloß Schlagworte, was konkret steckt hinter ihnen?
Vor Jahren war ich bei einer großen Regionsfeier. Fast 200 Mitglieder und viele Direktoren anderer Regionen waren angereist. Ich wurde auch von einigen Mitgliedern begleitet und ich bemühte mich, sie gezielt mit Menschen zusammen zu bringen.
Eine Woche später wurde ich angerufen, das wäre der genialste Abend gewesen. Ich wollte wissen, was ihn so genial gemacht hatte. Mein Gast sagte nur: ich unterhielt mich mit Kevin Barber und nach vielleicht zwei Minuten fragt er mich: “Womit kann ich Dir ganz konkret helfen? Wen suchst Du für Dein Business?”
Was er geantwortet hatte, wollte ich wissen. “Nichts, ich war im ersten Moment nicht darauf vorbereitet. Aber ich ging dann zum Auto, um ihm eine Probe meines Produkts zu bringen und dachte nach. Als ich zurück kam, hatte ich Antworten. Weil meine Zielkunden kenne ich ja.”
Er hat mich angerufen, weil er an dem Morgen bereits die dritte Terminanfrage bekommen hatte - von Menschen, die entweder seine Zielkunden waren oder mit ihnen zusammen arbeiteten.
Die Plus-Frage
Die Plus-Frage ist einfach jene Frage, die dem ganzen Gespräch etwas hinzufügt. Ihr Original lautet in etwa: “Wenn ich nächste Woche 30 Minuten Zeit hätte, die ich für Dich zusätzlich (plus) investieren könnte, womit könnte ich Dir am meisten helfen?”
Diese Frage bewirkt enorm viel. Sie kann ein ganzes Gespräch verändern. Einerseits, weil wir so mit dem anderen auf einmal viel tiefer über sein Business reden als sonst, andererseits, weil sie auch von uns ein Umdenken verlangt.
Im Kern finden wir in der Frage unseren Leitsatz wieder: “wer gibt, gewinnt”. Wir gewinnen, wenn wir geben. Wir gewinnen bessere Beziehungen, spannendere Kontakte, bessere Gespräche. Die Glückforschung hat mittlerweile ja gut belegt, dass Menschen, die anderen Gutes tun, weit glücklicher sind und bleiben als jene, die sich selbst etwas gönnen.
Für ein Schiff ohne Hafen ist jeder Wind richtig, geht das alte Sprichwort. Und es ist klar: wer weder Ziele noch Träume hat, für den muss irgendwie alles passen. Wenn wir diese Frage stellen, sollten wir uns darauf vorbereiten, sie auch selbst gestellt zu bekommen. Also: was könnte man Dir Gutes tun?
Was wenige wissen: jene, die auf diese Frage eine Antwort haben, nehmen in der Regel bei BNI viel mehr mit und ziehen viel mehr Wert aus ihrer Mitgliedschaft als die anderen.
Unser Chapter wird verändert
Chapter, die diese Frage wirklich leben, erleben etwas: ihre Empfehlungsquote und die Qualität der Empfehlungen steigt. Wenn nämlich kaum jemand im Chapter klar sagen kann, wen oder was sie suchen, werden Empfehlungen zum Glückspiel. Doch je mehr Menschen im Chapter eine klare Antwort darauf haben, was sie brauchen, desto mehr Menschen im Chapter werden für sie relevante Empfehlungen bekommen. Woher soll Dein Chaptermitglied denn wissen, womit man Dir etwas Gutes tun kann, wenn Du es vor ihm geheim hältst?
Die Plus-Frage kann ein Team und damit den Wert DEINER Mitgliedschaft nach und nach verändern. Man muss sich nur drüber trauen.
Was kann man eigentlich aus den BNI Messgrößen ablesen?
Vertreter sind eines der meistunterschätzten Werkzeuge bei BNI. Viele Mitglieder beschäftigen sich erst damit, wenn ein Urlaub oder Kundentermin mit dem Meeting kollidiert. Dann wird hektisch jemand gesucht, der den freien Platz besetzt.
Damit wird die eigentliche Chance übersehen: Gute Vertreter stärken Dein persönliches Netzwerk, erhöhen Deine Glaubwürdigkeit und bringen neue Kontakte in das Chapter.
Diese Artikel zeigen, wie Du Vertreter strategisch auswählst, richtig vorbereitest und typische Fehler vermeidest.
Ein Vertreter soll nicht nur Deine Abwesenheit kaschieren. Richtig ausgewählt bringt er neue Kontakte ins Chapter und hilft Dir, wichtige Beziehungen in Deinem Sekundärnetzwerk zu vertiefen.
Artikel lesen: Vertreterregel – Chance statt Pflichtübung
Wer einen lange geplanten Urlaub erst am Vorabend als Abwesenheit ankündigt, demonstriert vor allem schlechte Planung. Eine rechtzeitig organisierte Vertretung zeigt dagegen Professionalität und Wertschätzung für das Chapter.
Artikel lesen: Wie Du am schnellsten Deine Glaubwürdigkeit zerstörst
Entscheidend ist nicht nur, was laut Regelwerk erlaubt ist, sondern was Mitglied und Chapter nützt. Der Artikel beleuchtet unqualifizierte Platzhalter, Chapterspringer, Mitarbeiter als Dauervertreter und häufige Vertretungen.
Artikel lesen: Ein häufiger Denkfehler bei der Vertreterregel
Ein Chaptermitglied nimmt vorab Kontakt mit dem Vertreter auf und vereinbart ein interessantes Gespräch. Damit erhält der Vertreter einen zusätzlichen Grund zu kommen – und das Chapter erfährt frühzeitig, falls er verhindert ist.
Artikel lesen: Wie Du Deinem Vertreter das beste Meeting garantierst
Eine Vertreterliste ist Teil Deiner persönlichen Netzwerkstrategie. Sie aktiviert ausgewählte Kontakte und stärkt Deine Glaubwürdigkeit, während planbare, aber unvertretene Abwesenheiten schnell als mangelnde Wertschätzung wahrgenommen werden.
Artikel lesen: Eine Strategie für gute Vertreter
Schwache Vertreter bringen keinen geschäftlichen Mehrwert und können Deinem Ruf sowie dem Chapter schaden. Besonders problematisch sind wiederkehrende Platzhalter und gemeinsame Vertreterlisten für das gesamte Chapter.
Artikel lesen: Wie wir mit schwachen Vertretern das Chapter schädigen
Die wichtigste Aufgabe einer Vertreterliste ist nicht das Vertretenwerden. Sie schafft einen konkreten Anlass, um lose Geschäftskontakte zu aktivieren und näher an Dein persönliches Netzwerk heranzuführen.
Artikel lesen: Die Geheimagenda der Vertreterliste
Kurzfristige Suchmeldungen in anderen Chaptern signalisieren schlechte Planung und ein schwaches persönliches Netzwerk. Gleichzeitig verschenkst Du die Chance, Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und Kooperationspartnern zu vertiefen.
Artikel lesen: Hör bitte auf, in anderen Chaptern nach Vertretern zu suchen
Der Artikel vergleicht mögliche Vertreter – von zufriedenen Kunden und Geschäftspartnern bis zu Mitarbeitern und Mitgliedern anderer Chapter – und liefert Argumente, mit denen Du sie für den Besuch gewinnen kannst.
Artikel lesen: Wie Du effektiv Vertreter einlädst
Die Platzhalterstrategie erfüllt nur die Anwesenheitsregel. Die Win-win-Strategie bringt gute Kunden und Geschäftspartner ins Chapter, stärkt Deine Glaubwürdigkeit und schafft neue Kontakte, Empfehlungen und Geschäftschancen.
Artikel lesen: Umsatz steigern mit Vertretern
Regelmäßige oder dauerhafte Vertretungen bergen Risiken für Mitglied und Chapter. Der Artikel erklärt, welche Voraussetzungen gelten, wann der Mitgliederausschuss eingebunden werden muss und wann ein offizieller Personenwechsel notwendig wird.
Artikel lesen: Mitgliedschaften mit häufigen Vertretungen
Die Vertreterregel ist keine Ausrede, um persönliche Anwesenheit zu ersetzen. Sie ist ein strategisches Werkzeug für jene Termine, an denen Du tatsächlich verhindert bist.
Wer Vertreter rechtzeitig plant, stärkt drei Ebenen:
die Beziehung zum Vertreter,
die eigene Glaubwürdigkeit im Chapter,
das Netzwerk und die Geschäftsmöglichkeiten des gesamten Teams.
Die entscheidende Frage lautet daher nicht:
„Wer kann irgendwie meinen Platz besetzen?“
Sondern:
„Welcher Kontakt bringt meinem Chapter einen echten Mehrwert – und zu wem möchte ich meine Beziehung vertiefen?“
Das gesamte BNI Jahr einer Teamperiode gliedert sich im Überblick in 4 große Phasen:
Phase 1: Formen des Teams
Phase 2: Arbeitsweise proben
Phase 3: Leistungsphase
Phase 4: Übergabe
Natürlich “leisten” wir das ganze Jahr als Mitglieder. Wir bringen Empfehlungen, wir machen 1-2-1 und so weiter. Blicken wir auf das Chapter als Team mit seinen Rollen, dann durchläuft das Team bestimmte Phasen.
In dieser “Formierungsphase” kommen alle in ihrer Rolle an. Erste Teammeetings finden statt. Oft wird jetzt noch feinjustiert, zB wer welche BB Rolle macht.
Wichtig ist, dass der EK in dieser Phase auch sein Team formiert. Das macht dann die Besuchertagsvorbereitung deutlich einfacher.
In dieser Phase machen einige wenige schon große Sprünge. Doch wer hier als Führungskraft zu viel von seinem Team verlangt, erntet eher Blockaden durch Überforderung als große Erfolge.
Hat sich das Team in Phase 1 formiert und idealer Weise einen Besuchertag abgewickelt, fokussieren wir als Chapter jetzt auf das Kernengagement bei BNI.
Idealerweise in Form der Sommerchallenge widmen wir uns sportlich den zentralen Engagementfaktoren:
Empfehlungen
Gäste
Beziehungspflege
CTE
Testimonials
Anwesenheit
Die Sommermonate sind dafür perfekt, weil in dieser Zeit ist die Organisation von Besuchertagen oder Events oft anspruchsvoll. Denn urlaubsbedingt fehlt eben immer irgendjemand aus dem Team.
Am Ende einer erfolgreichen Phase 2 haben wir ein etabliertes Chapter mit funktionierenden Rollen und Klarheit darüber, wie Engagement aussieht.
Diese Phase ist die Leistungsphase. Denn die zwei großen Themen sind abgearbeitet: wie wird welche Rolle gelebt (Phase 1) und wie steigern wir den Wert der Mitgliedschaft? (Phase 2)
Nun bringen wir das zusammen in einer starken Leistungsphase. Von 1-2-1 über Empfehlungen bis hin zur Erweiterung des Netzwerks kann ein starkes Chapter jetzt Dinge erreichen, die im Mai noch undenkbar schienen.
Diese Leistungsphase dauert idealerweise weit über das Jahresende hinaus, auch wenn dann für das Team weitere Aufgaben relevant werden.
Phase 4 ist die der Veränderung: wir beginnen unsere Rollen zu übergeben. Als UnternehmerInnen trainieren wir nun eine Kernkompetenz: das Onboarden von Mitarbeitern indem man Verantwortung übergibt. Nirgendwo kann man das in einem so geschützten Rahmen durchführen wie bei BNI.
Sammlung von Links und Dokumenten
Alle Infos, Abläufe und Terminpläne zum Besuchertag auf einer Seite.
Einer der häufigsten Denkfehler ist, zu glauben, BNI wäre ein Netzwerk. Das ist es auch, aber in Wirklichkeit ist es viel mehr.
Gestern saß ich mit Unternehmerinnen und Unternehmern zusammen, deren Team auf unter 14 Personen geschrumpft ist. Die Herausforderung ist klar: Wachstum braucht Strategie und Einigkeit. Doch immer wieder tauchen Stimmen auf, die sagen: „DER X sieht das anders.“ oder „Y spielt da nicht mit.“ Die Frage, die bleibt: Wie gehen wir damit um?
Netzwerke leben von Vielfalt, doch Erfolg entsteht durch Fokus. Ein starkes Team definiert einen gemeinsamen Weg – nicht zwölf, nicht für jede Person einen eigenen. Wer in unterschiedliche Richtungen zieht, verliert an Schlagkraft.
Lass mich aus Erfahrung sprechen: Fünf entschlossene Unternehmer können in zwölf Wochen ein Chapter mit 25+ Mitgliedern aufbauen – wenn sie eine klare Linie verfolgen, sich an Vereinbarungen halten und engagiert arbeiten. Doch 15 Menschen mit 15 Strategien? Das Ergebnis: Halbierung statt Wachstum.
Die wichtigste Führungsaufgabe? Ständige Erinnerung ans Ziel. Führung bedeutet, Menschen aus ihrer Komfortzone zu holen und in Bewegung zu setzen. Wer immer nur verwaltet oder moderiert, der führt nicht. Denn Veränderung fühlt sich anfangs unbequem an. Ein starkes Signal für echtes Leadership? Wenn am Anfang einige sagen: „Das geht zu weit!“ – denn dann bewegt sich wirklich etwas.
Jedes Team erlebt Widerstände. In der Diskussion gibt es immer Menschen, die andere Wege vorschlagen. Und ja, manchmal sind diese Wege wertvoll – doch ein Team bleibt nur dann ein Team, wenn am Ende alle auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.
Deshalb die entscheidenden Fragen an diejenigen, die eine neue Richtung einschlagen wollen:
🔹 Wie konkret setzt du deine Idee um?
🔹 Wie bringt das unser Team dem Ziel näher?
Erfahrung zeigt: Wer sich nur unwohl fühlt, hat oft schon auf die erste Frage keine klare Antwort. Und wenn bei der zweiten Frage ein Schulterzucken kommt, ist klar: Diese Person ist nicht Teil der Lösung. Doch in dynamischen Situationen gibt es nur zwei Rollen – Lösung oder Problem. Dazwischen gibt es nichts.
Führung bedeutet hier, Lösungen zu moderieren – nicht als autoritäres „Alphatier“, sondern mit klarem Dialog, eventuell über eine neutrale Vermittlungsrolle.
Der größte Erfolgsfaktor? Klarheit und Einfachheit.
Komplexität kostet Zeit, Energie und Erfolg. Ein Beispiel: RyanAir revolutionierte den Flugmarkt, indem sie auf überflüssige Abläufe verzichteten. Während Lufthansa wählbare Speisen im Flugzeug anbot, damit für jeden Abflug einer Maschine fünf bis 30 Personen koordinieren musste, sagte RyanAir: „Wer essen will, geht ins Restaurant.“ Es ist nicht die Frage ob eine Speise oder fünfzehn, die RyanAir erfolgreich machte, sondern die Vereinfachung aller Abläufe - vom Buchen über das Check-In bis hin zum Verlassen des Flugzeugs.
RyanAir betrieb etwas, was man als “Low-End-Disruption” bezeichnet: sie stiegen in einen im Kern gut versorgten Markt, aber am unteren Ende, ein. So griffen sie bestehende Kunden von anderen Fluglinien ab, erreichten aber auch Kunden, die sich die etablierten Linien nie leisten konnten. Southwest, der US Klon von RyanAir brachte so Menschen, die bisher nur mit Greyhound Bussen gefahren sind, dazu ins Flugzeug einzusteigen. Heute ist das Billig-Fluglinienkonzept fast schon zum Standard in der Economy-Klasse geworden.
Genauso ist es in einem Chapter:
🚀 Was kompliziert ist, wird scheitern.
🚀 Was über drei Ecken gedacht ist, wird scheitern.
🚀 Was nur funktioniert, weil ein paar Leute extra viel Zeit investieren, wird scheitern.
Warum sind große Teams oft erfolgreicher? Weil sie sich auf bewährte Prozesse verlassen. Kleine Teams dagegen verlieren sich oft im ständigen Neuerfinden – mit dem Ergebnis, dass der Aufwand steigt und der Erfolg sinkt.
🔹 Kein unnötiger Papierkram: Nutzt die 1-2-3-Methode für Bewerbungen statt aufwendiger Feedbackformulare.
🔹 Keine komplexen Abrechnungen des Frühstücks: Eine simple Zahlung reicht.
🔹 Keine Sonderlösungen: Best Practices funktionieren – weil sie getestet und bewährt sind.
BNI ist im Kern ein Buch mit Erfolgsrezepten. Man kann Zutaten leicht variieren – aber wer statt Mehl Sägespäne und statt Eier Klebstoff nimmt, wird am Ende kein Biskuit, sondern eine Pressspanplatte erhalten.
Die Frage ist also nicht: Welche Sonderlösung können wir bauen?
Die Frage ist: Wollen wir Erfolg oder Experimente?
Ich kann Euch aus meiner Erfahrung seit 2012 sagen: kein Team, welches umfangreiche Sonderlösungen probierte, seien es Gala-Abende, Weinverkostungen oder ganz spezielle Feedbackformulare statt simpler Bewerbungen, KEINES hat das mittelfristig erfolgreich umsetzen können. Es wurde entweder die Sonderlösung eingestellt oder das Team scheiterte als Ganzes.
Die perfekte Formel für Kurzpräsentationen gibt es nicht.... oder doch?
Von A-B-C-Kunden hört man immer wieder. Starke Netzwerker nutzen diese Denkweise, um ihr Business voran zu treiben - und starke Chapter geben ihnen die Werkzeuge dafür.
Eine sehr große Umfrage unter BNI Mitgliedern wurde dieses Jahr durchgeführt und veröffentlicht. Wir sind noch am “verdauen” der Ergebnisse, gar nicht so wenige drängen uns dazu, bisherige Tipps und Ideen zu überdenken.